Gute Pflege beginnt mit guter Ausbildung

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Freigestellte Praxisanleiter*innen und Praxisanleiter*innen begleiten Auszubildende gezielt im Pflegealltag. So stärken sie Ausbildungsqualität, Sicherheit und die nächste Generation von Pflegekräften.

Praxisanleitung: Der Schlüssel zu guter Pflege

In den Hauptstadtpflege Häusern sorgen Freigestellte Praxisanleiter*innen sowie Praxisanleiter*innen dafür, dass Auszubildende nicht nebenbei lernen, sondern gezielt begleitet werden. Wir zeigen, was gute Praxisanleitung konkret leistet und warum sie die Qualität der Pflege nachhaltig verbessert.

Freigestellte Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter sind examinierte Pflegefachkräfte mit einer zusätzlichen pädagogischen Qualifikation. Ihre Aufgabe besteht darin, Auszubildende im Pflegealltag anzuleiten und zu fördern. Je nach Anzahl der Auszubildenden beschäftigt die Hauptstadtpflege mindestens eine Person in jedem Haus. Freigestellte Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter sind von der direkten Pflegearbeit entbunden, ihre Arbeitszeit steht ausschließlich für die Ausbildungsbetreuung zur Verfügung. Und genau hier liegt der Schlüssel zur Qualität.

Mehr als „mal eben nebenbei erklären“

Denn Pflege ist ein anspruchsvoller Beruf. Zwischen individueller Betreuung, Medikamentengabe und Dokumentation bleibt im Alltag oft wenig Raum für ausführliche Erklärungen. Ohne Freistellung würde die Anleitung häufig „nebenbei“ stattfinden: zwischen Tür und Angel, unter Zeitdruck und ohne klare Struktur. Dies hätte zur Folge, dass wichtige Inhalte nur oberflächlich vermittelt werden könnten, Fragen offenbleiben und Unsicherheiten fortbestehen würden.

Unsere Freigestellten Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter schaffen hier Abhilfe. Sie sind feste Ansprechpersonen, planen gezielte Anleitungssituationen, nehmen sich Zeit für Gespräche und können individuell auf den Lernstand der Auszubildenden eingehen. „Wir gestalten alles sensibel und versuchen auch, die Auszubildenden nicht zu überfordern. Das sollte man in der Praxisanleitung immer im Blick haben, denn jede oder jeder lernt natürlich sehr unterschiedlich“, sagt Christian Schwinge, Freigestellter Praxisanleiter im Haus Danziger Straße. Er vermittelt den Auszubildenden zudem, dass der Pflegeberuf weit mehr ist als die rein technische Umsetzung des Gelernten: „Als Pflegekraft schlüpfen wir in viele empathische Rollen. Mal sind wir Friseurinnen oder Friseure, mal hören wir einfach zu und mal trauern wir mit den Menschen mit. Wir bereiten spannende Beschäftigungen für die Bewohnerinnen und Bewohner vor, gehen mit ihnen spazieren und versuchen, ihnen einen schönen Tag zu bereiten.“

Qualität, die man spürt 

Die Vorteile mit Freigestellten Praxisanleiterinnen und Praxisanleitern als feste Ansprechpersonen zu arbeiten, sind für alle Beteiligten spürbar. Auszubildende gewinnen schneller Sicherheit und Selbstvertrauen. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen und entwickeln ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner.

Auch für Angehörige ist das ein wichtiger Aspekt. Denn gut ausgebildete Pflegekräfte sind verlässlich, kommunizieren besser und sorgen für eine hohe Pflegequalität. Nicht zuletzt profitieren auch unsere Teams der Hauptstadtpflege Häuser: Wenn Auszubildende gut angeleitet werden, können sie schneller sinnvoll im Alltag mitarbeiten. Gleichzeitig entlastet eine klare Ausbildungsstruktur die übrigen Mitarbeitenden, da sie nicht ständig spontan Anleitungen übernehmen müssen.

Balance zwischen Pflege und Ausbildung 

„Für mich ist es die größte Freude, die Entwicklung der Auszubildenden von ihren ersten, oft noch unsicheren Schritten bis hin zum selbstbewussten Auftreten nach ihrer bestandenen Examensprüfung mitzuerleben“, sagt Marzanna Dettmer, Freigestellte Praxisanleiterin im Haus Franckepark.

Freigestellte Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter sorgen dafür, dass Lernen nicht dem Zufall überlassen wird. Sie begleiten, fördern und stärken die nächste Generation von Pflegekräften.

„Wir gestalten alles sensibel und versuchen auch, die Auszubildenden nicht zu überfordern. Das sollte man in der Praxisanleitung immer im Blick haben, denn jede oder jeder lernt natürlich sehr unterschiedlich.“
Zitat von: Christian SchwingePosition: Freigestellter Praxisanleiter Haus Danziger Straße
„Für mich ist es die größte Freude, die Entwicklung der Auszubildenden von ihren ersten, oft noch unsicheren Schritten bis hin zum selbstbewussten Auftreten nach ihrer bestandenen Examensprüfung mitzuerleben.“
Zitat von: Marzanna Dettmer Position: Freigestellte Praxisanleiterin Haus Franckepark

Praxisanleitung im Überblick

Die gesetzliche Quote für die Praxisanleitung in der Pflegeausbildung ist klar geregelt: Mindestens zehn Prozent der praktischen Ausbildungszeit müssen durch strukturierte Praxisanleitung erfolgen. Freigestellte Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter ermöglichen es sogar, diesen Wert zu überschreiten und damit die Ausbildungsqualität zu steigern.

Das sind die Aufgaben

  • Praktische Anleitung: Pflegerische Tätigkeiten zeigen und üben (z. B. Körperpflege, Medikamentengabe), Abläufe und Hintergründe erklären, individuelle Lernberatung
  • Planung von Lernprozessen: Erstellen von Anleitungsplänen sowie Abstimmung mit den Teams in den Häusern sowie der Schule (unter Berücksichtigung des Lehrplans), Dokumentation
  • Beurteilung und Feedback: Führen von Feedbackgesprächen, Beurteilung des Lernstands
  • Prüfungsvorbereitung und -begleitung: Durchführung von Probeprüfungen, Begleitung bei den staatlichen praktischen Prüfungen
  • Sicherstellen der Ausbildungsqualität: Umsetzung gesetzlicher Vorgaben (z. B. nach Pflegeberufegesetz), Qualitätssicherung der praktischen Ausbildung

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